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Ein neues stabiles Isotopenlabor für sedimentäre Applikationen an der Universität Innsbruck

Christoph Spötl

Institut für Geologie und Paläontologie, Universität Innsbruck, Innrain 52, 6020 Innsbruck

 Im Spätsommer dieses Jahres wurde am Institut für Geologie und Paläontologie der Universität Innsbruck ein Labor für stabile Massenspektrometrie installiert. Herzstück ist ein Finnigan DELTAplusXL Massenspektrometer mit einer GASBENCH II. Im Gegensatz zu konventionellen Doppeleinlaß-Systemen basiert die GASBENCH auf dem Prinzip des "continuous flow", d.h. das Probengas wird von einem He-Strom ins MS transportiert. Die Gasreinigung geschieht mittels NAFION-Fallen und einer Gaschromatographie-Säule geführt, sodaß kein flüssiger Stickstoff benötigt wird.

Das Gerät wird sowohl für die automatisierte Analyse von Karbonaten (?13C, ?18O) mittels Phosphorsäure-Methode, als auch für die ebenfalls automatisierte Wasseranalytik (?D, ?18O und ?13C an DIC, dissolved inorganic carbon) verwendet. Probeneinwaagen für Kalzit liegen im Bereich zwischen ca. 10 µg und einigen 100 µg. Die externe Präzision für C und O liegt bei 0.06 bis 0.08‰.

Zur Probenpräparation von Karbonatgesteinsproben steht ein Mikrobohrgerät der Fa. Merchantek (New Wave Research) zur Verfügung, das eine Präzision im Mikrometer-Bereich aufweist.