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Paläomagnetische Ergebnisse aus dem Teilprojekt Miozäne Geodynamik der Ostalpinen Becken

STINGL, K. & SCHOLGER, R.

Institut für Geophysik, Montanuniversität Leoben, Peter Tunner Str. 27, A-8700 Leoben

Im Zuge des FWF-Forschungsprojektes Miozän der Ostalpen wurden im Rahmen des Teilprojektes Paläomagnetik Aufschlüsse in den Ablagerungen aller größeren neogenen Sedimentbecken beprobt (Tabelle 1.). Schwerpunktsmäßig wurden einige Profile detaillierten magnetostratigraphischen Untersuchungen unterzogen. Die einzelnen Aufschlüsse sollen in Zeitschnitten geordnet zur Darstellung der relativen Rotationsbeträge der Sedimentbecken dienen und zur Erfassung der Geodynamik der miozänen Beckenbildung beitragen.

Vorgestellt werden vorläufige Ergebnisse der magnetostratigra-phischen Profile Laa/Thaya (Karpat-Molassezone) und Retznei (Badenium-Steirisches Becken).

Erste Ergebnisse aus der Beprobung der Einzelaufschlüsse zeigen Uhrzeigersinn und Gegenuhrzeigersinn Rotationen in verschiedenen Bereichen der neogenen Becken. Diese relativen Rotationsbeträge verringern sich deutlich an der Grenze Sarmatium-Pannonium.

Für paläogeographische Rekonstruktionen können erste Aussagen über die geographische Breitenlage zur Zeit der Beckenbildungsprozesse gemacht werden.