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1. Einführung

2. Die Person Franz Hilgendorf >

3. Der Steinheimer Kratersee

4. Hilgendorfs Schnecken-Stammbaum

5. Der Stammbaum aus heutiger Sicht

Danksagungen

Literatur

Abbildung - der Stammbaum

140 Jahre Steinheimer Schnecken-Stammbaum:
der älteste fossile Stammbaum aus heutiger Sicht

von Michael W. Rasser
Naturkundemuseum Stuttgart

2. Die Person Franz Hilgendorf

Franz Martin Hilgendorf wurde am 5. Dezember 1839 in Neudamm, Mark Brandenburg geboren ( Weltner 1906; Fotos: Wikipedia). Im Oktober 1859 begann F. Hilgendorf ein Philologie-Studium an der Universität Berlin. Nach vier Studiensemestern zog es ihn für zwei weitere Semester an die Universität Tübingen, wo er sich dem Paläontologen Quenstedt anschloss, den er während der Ferien 1862 auf eine wissenschaftliche Reise ins Steinheimer Becken begleitete. Im Mai 1863 promovierte Hilgendorf mit seiner Arbeit „Beiträge zu Kenntnis des Süßwasserkalks von Steinheim“ zum „Dr. philos.“. Seine Studien setzte er dann bis 1868 in Berlin fort. Neben verschiedenen Funktionen in Deutschland (siehe Weltner 1906) arbeitete er von 1872 bis zu seiner Rückkehr im Jahre 1876 in Japan, wo er sich unter anderem in der Ichthyologie einen Namen machte. Hilgendorf gilt heute als „Father of Japanese Ichthyology and Fishery Sciences“ ( Yajima 1997), schaffte also die wissenschaftlichen Grundlagen für das Fischereiwesen in Japan. Ab 1876 blieb Hilgendorf Mitglied des zoologischen Museums in Berlin. Er starb am 5. Juli 1904.

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Text, Fotos und html von Michael W. Rasser
z.T. publiziert in Geologica et Palaeontologica 40