Hinweise zur Gliederung von Vorträgen

 

·   Sinn und Zweck von graphischen Vorlagen (Dias, Folien, PowerPoint) bei Präsentationen

Þ        "Ein Bild sagt mehr als viele Worte".

Þ        Gut verpackte Produkte verkaufen sich leichter und ein Vortrag mit guten Vorlagen bleibt den Zusehern oft besser im Gedächtnis.

Þ        Aufmerksamkeit bei Zuschauern erregen; auch bei jenen, die mit dem Fach nicht vertraut sind.

Þ        Roter Faden: ein Zuschauer, der kurz unkonzentriert war sollte gleich wieder den Faden aufnehmen können.

Þ        "Spickzettel" für den Vortragenden. Bei guten Dias (und entspr. Vorbereitung) sind keine Handzettel nötig.

 

·   Verhalten bei Präsentationen

Þ        Mehrmals den Vortrag laut durchsprechen und auf die Zeit achten. Manche Vortragende benötigen dann aber beim Vortrag immer länger oder weniger lang (Übungssache!).

Þ        Auf die Lautstärke achten. Der schönste Vortrag nützt nichts, wenn ihn niemand hört. Aber auch nicht zu laut sprechen, da dies extrem anstrengend ist. Atemtechnik üben!

Þ        Beim Wechseln der Folien keine lange Sprechpause einlegen. Während dem Auflegen der Folien bereits mit einem Einleitungssatz beginnen.

Þ        Am Anfang immer ein Glas Wasser bereit stellen, falls der Mund trocken wird.

Þ        Erzwungene Versuche, einen Vortrag aufzulockern, können recht peinlich enden. Dies sollte man nur tun, wenn man wirklich redegewandt ist. Einstudierte Scherze sind auch öde.

Þ        Schwellenangst überwinden! Es gibt genügend kleine Veranstaltungen und Seminare, die geeignet sind, eine Diplomarbeit oder eine Spezialthema vorzustellen.

 

·   Dias, digitale PowerPoint-Präsentationen, oder Folien?

Þ        Vorteile Folien: Schnell und fast überall anzufertigen und inzwischen auch schon recht günstig. Man sieht am Ausdruck sofort, wie es aussieht (im Gegensatz zum Dia). In der Regel sehr hohe Lichtstärke der Projektoren. Man bewegt sich immer ein bisschen und kann dadurch Nervosität abbauen. Man kann während des Vortrages Markierungen auf der Folie anbringen und dadurch gewisse Punkte besonders herausstreichen.

Þ        Nachteile Folien: Man kann Folien durcheinander bringen (immer nummerieren!). Von manchen wird die Bewegung beim Folienwechseln als störend empfunden.

Þ        Vorteile Dias: Doppelprojektionen möglich. Kein Folienwechsel nötig (s.o.). Dias können während dem Vortrag nicht durcheinander gebracht werden.

Þ        Nachteile Dias: natürlich kann man auch Dias beim Einordnen durcheinander bringen oder auf den Boden werfen. Daher: nummerieren und links oben markieren. Entwicklung als Zwischenstufe ist zeitraubend.

Þ        Vorteile PowerPoint: Modern! Schnell anzufertigen, da keine Zwischenstufen (Ausdruck, Entwicklung), nette Effekte durch Ein- und Ausblendungen von Texten und Objekten.

Þ        Nachteile PowerPoint: Abhängigkeit von der Technik (Empfehlung: zur Sicherheit auch Folien mitnehmen). Oft noch schlechte Ausstattungen. Transport großer Dateien. Achtung: PowerPoint-Präsentation ersetzt keine guten Abbildungen! Trotz der Vielfalt an verfügbaren Hintergründen sehen die meisten PP-Präsentationen gleich aus.

 

·   Was muss bei der Anfertigung von Vorlagen berücksichtigt werden

Þ        Bei der Anfertigung von Vorlagen muss immer von den schlechtesten Voraussetzungen ausgegangen werden. Z.B. kleine Diawände, schlechte Projektoren, schlechte Verdunkelungsmöglichkeiten.

Þ        Nichts ist peinlicher, als sich für ein schlechtes Dia zu entschuldigen. Dias, für die man sich entschuldigen muss, zeigt man nicht.

Þ        Allgemein heißt es, man soll nicht Dias und Overheadfolien abwechselnd verwenden. Dadurch geht Zeit verloren (z.B. bei Tagungen meist nur 15 min.) und der Vortrag verliert seinen Rhythmus. Das ist aber Geschmacksache, denn so etwas kann den Vortrag auch auflockern.

Þ        Schwarzer Text auf weißem Hintergrund sollte eher vermieden werden. Große weiße Flächen überstrahlen das Bild und sind extrem anstrengend für die Augen.

Þ        Sehr gut sind die klassischen Blaudias: weiße Schrift auf blauem Hintergrund. Auch andere dunkle Farben mit heller Schrift sind empfehlenswert - beruhigend für die Augen!

Þ        Auch heller, pastellfarbener Hintergrund mit dunkler Schrift möglich. Aber vorsichtig wählen.

Þ        werden sehr bunte Grafiken verwendet, kann ein hellgrauer Hintergrund empfehlenswert sein, um das Bild zu "beruhigen".

Þ        Allzu häufiger Farbwechsel sollte vermieden werden. Auch das kann für die Augen anstrengend sein.

Þ        Schriftgröße: absolutes Minimum ist 12 pt. Besser >16. Je größer, desto besser. Ein gutes Dia sollte man mit freiem Auge in Armlänge lesen können. Man muss, wie erwähnt, immer mit den schlechtesten Projektionsmöglichkeiten rechnen.

Þ        Verschnörkelte Schriften können zwar nett aussehen, sind aber oft schlecht zu lesen. Am besten eignet sich ARIAL oder verwandte Schriftarten ("Sans Serif").

 

·   Gliederung und Aufbau des Vortrages

Þ        Das Wichtigste: warum habe ich etwas gemacht, warum präsentiere ich es.

Þ        Wenn man sich unsicher is und noch keine Erfahrungen hat, wählt man im Zweifelsfall eine klassische Gliederung: Titel/Name - Einführung/Problemstellung - Methodik - Ergebnisse - Diskussion - Schlussfolgerungen/Zusammenfassung

Þ        Die Anzahl der Dias ist so zu wählen, dass jedes lange genug gezeigt werden kann, um vom Zuschauer auch wirklich aufgenommen zu werden. Es ist aber für den Zuseher auch langweilig, wenn ein Dia zu lange stehen bleibt.

Þ        Faustregel: 1 Dia pro Minute. Scheint wenig bei z.B. 20 min. Vortrag, aber man muss die Dias entsprechend gestalten.

Þ        Ein Dia, zu dem es nichts zu sagen gibt, zeigt man nicht.

Þ        Doppelprojektion bedeutet nicht, dass man doppelt so viele Dias zeigen kann!